Revolutionierung der Drohnenkommunikation mit RF over Fiber

Die strategische Landschaft der modernen Kriegsführung und der Überwachung kritischer Infrastrukturen hat einen dramatischen Wandel durchlaufen. Unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs), allgemein bekannt als Drohnen, spielen dabei eine zentrale Rolle. Nirgendwo ist dieser Wandel deutlicher sichtbar als im anhaltenden Konflikt in der Ukraine, wo kostengünstige Drohnen in Massenproduktion hergestellt und in großem Umfang eingesetzt werden.
Diese Geräte sind nicht mehr nur auf die Aufklärung beschränkt. Sie sind sowohl bei offensiven als auch bei defensiven Operationen von entscheidender Bedeutung, sei es bei der Überwachung, bei taktischen Angriffen oder bei der Kommunikationsunterstützung.
Außerhalb des Schlachtfelds sind Drohnen in zahlreichen Unternehmensanwendungen zu unverzichtbaren Werkzeugen geworden. Versorgungsunternehmen setzen Drohnen mittlerweile zur Überwachung oberirdischer Infrastruktur wie Gaspipelines und Stromleitungen ein. An sensiblen Standorten wie Atomanlagen bieten Drohnen eine sichere und effiziente Inspektionsmöglichkeit, die die Belastung des Menschen durch gefährliche Umgebungen minimiert.
RFoF eröffnet neue Möglichkeiten der Drohnensteuerung
Die RFoF-Technologie wandelt HF-Signale in Lichtwellen um und wandelt sie am Zielort mit hohem Dynamikbereich wieder in HF-Signale um. So wird eine bidirektionale Kommunikation von der Drohne zum Controller und umgekehrt ermöglicht. Sie findet bereits in verschiedenen Einsatzmodellen Anklang und ermöglicht neuartige Funktionen, die die Schwächen herkömmlicher Kommunikationssysteme beheben.
Eine gängige Anwendung ist die kabelgebundene Drohnensteuerung. Dabei ist eine stationäre Drohne über eine wiederverwendbare Fiberglastrommel mit einer Bodensteuerung verbunden. Dadurch kann die Drohne längere Zeit in der Luft bleiben. Die Drohne fungiert quasi als Luftrelais und stellt Antennen auf, um die Kommunikation in schwierigem Gelände zu verbessern. Mobilfunkanbieter wie AT&T testen diese Technik bereits. (Abb. 1) für Notfallszenarien.

Ein weiterer flexibler Anwendungsfall ist das Controller-Extender-Modell, das auf jede Drohnenplattform angewendet werden kann. In diesem Aufbau verbindet die Glasfaser den Controller mit einem Remote-Terminal, einer sogenannten Indoor Unit (IDU), die wiederum über Glasfaser mit einer Outdoor Unit (ODU) verbunden ist. Dadurch wird die drahtlose Reichweite erweitert, ohne dass eine direkte physische Verbindung zur Drohne selbst erforderlich ist.
Sowohl IDUs als auch ODUs werden zum Schutz des Einzelnen vor den Elementen eingesetzt (Abb. 2) und Drohnen erweiterten Zugang in schwer zugänglichen Bereichen ermöglichen. In diesem Beispiel sind IDU und ODU wiederverwendbar, und schnell einsetzbare Systeme können an temporären Ad-hoc-Standorten platziert und jederzeit verlegt werden.


Warum RFoF eine ideale Modalität für die Drohnenkommunikation ist
Natürlich gibt es auch andere Kommunikationstechnologien für den Fernflug von Drohnen, doch die meisten dieser Technologien weisen Nachteile auf, die bei RFoF nicht auftreten. Eine der wichtigsten Stärken von RFoF ist seine Unempfindlichkeit gegenüber Störungen und Störungen.
Da RFoF Signale als Licht über Glasfaserkabel überträgt, ist es praktisch unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen, absichtlicher Störung oder Abhören von Signalen. Dies macht es zu einer sicheren und robusten Lösung in Umgebungen, in denen die Signalintegrität entscheidend ist, was nahezu jeden Anwendungsfall für Drohnen im militärischen Bereich oder in kritischen Infrastrukturanwendungen beschreibt.
Weitere wesentliche Vorteile von RFoF sind der geringe Jitter, der hohe Dynamikbereich und die hohe Bandbreite. Die Technologie liefert Signale mit minimaler Verzerrung und extrem geringer Latenz und eignet sich daher besonders für unternehmenskritische Anwendungen wie hochauflösende Videoüberwachung, Radarsysteme und Direct Sequence Spread Spectrum (DSSS). DSSS ist eine Spread-Spectrum-Modulationstechnik, die die Bandbreite eines übertragenen Signals erweitert, um Störungen zu reduzieren und die Signalrobustheit zu erhöhen.
Hinsichtlich der physikalischen Leistung zeichnen sich RFoF-Systeme durch geringes Gewicht und hohe Energieeffizienz aus. Da solche Systeme nur minimale Bordelektronik benötigen, profitieren Drohnen von einer geringeren Nutzlast. Dies trägt direkt zu längeren Flugzeiten und einer verbesserten Gesamtleistung bei, was insbesondere für kommerzielle und militärische Anwendungen von Vorteil ist.
Über den Autor
Farzad Ghadooshahy | Mitgründer und CTO, Optical Zonu
Farzad Ghadooshahy verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung in Forschung und Produktentwicklung im Bereich Glasfaser- und HF-/Mikrowellentechnologien. Er hat maßgeblich zur Innovationsförderung beigetragen bei Optical Zonu und hat eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung fortschrittlicher optischer Transceiver-Module und der Konzeption von Systemprodukten gespielt, die das Rückgrat des Angebots des Unternehmens bilden.
