NTN-Zubringerverbindungsoptionen

HF über Glasfaser (RFoF) ist ein wichtiger Baustein für die kommerzielle und militärische Implementierung moderner Satellitenkommunikations- und Telekommunikationsarchitekturen. Es stellt einen bedeutenden Fortschritt gegenüber vollständig digitalisierten Netzwerken dar, indem es ein analoges HF-Signal Durch den Wechsel des Übertragungsmediums zu verlustarmen Glasfasern [1, 2, 3] bietet RFoF, speziell entwickelt für die Bandbreite von Zuleitungsstrecken bis zu 6 GHz, eine Signalbandbreite, die mit DIFI nicht erreicht werden kann. 

Was ist 3GPP [0]?

Das 3rd Generation Partnership Project (3GPP) ist die globale Organisation, die technische Spezifikationen für die mobile Telekommunikation entwickelt und pflegt, darunter 3G-, 4G- (LTE-), 5G- und die aufkommenden 6G-Netze. Es vereint sieben regionale Organisationen zur Entwicklung von Telekommunikationsstandards, um weltweite Kompatibilität und Interoperabilität zwischen Netzen und Endgeräten zu gewährleisten.

Was ist RFoF?

Anstatt HF-Signale (oder einen beliebigen elektromagnetischen Telekommunikationskanal) über Koaxialkabel oder Wellenleiter zu transportieren und die Wellenform des Satelliten in Pakete umzuwandeln, nutzt 6 GHz RFoF eine analoge optische Modulation [4] entweder durch direkte oder externe Modulation, abhängig von der benötigten Frequenz und Bandbreite.

  • Der Mechanismus: Ein analoges HF-Signal (bis zu 6 GHz für die ZF-Zuleitung erforderlich) wird nach der Frequenzumsetzung auf die Zwischenfrequenz (ZF) direkt in einen optischen Sender an der Antenne eingespeist. Eine spezielle Laserdiode mit hoher Linearität wandelt die elektrischen Spannungsänderungen direkt in entsprechende Lichtintensitätsänderungen um (Intensitätsmodulation). [5]
  • Das Medium: Das elektromagnetische Signal wird in eine analoge optische Welle umgewandelt, die über Tausende von Metern Singlemode-Glasfaserkabel zum Gateway-Gerät im Innenbereich übertragen werden kann. [6]
  • Die Erholung: Auf der Empfängerseite wandelt eine Fotodiode das Licht wieder in ein identisches elektrisches analoges HF-Signal um. Dieser Prozess ist für das Kommunikationsprotokoll vollständig transparent, sodass es auch Spread-Spectrum- und andere fortschrittliche Modulationstechniken unterstützt und somit zukunftssicher bleibt. [6]

Warum ausgerechnet 6 GHz?

Die 6-GHz-Grenze ist sehr bewusst gewählt und stellt aus zwei verschiedenen architektonischen Gründen einen entscheidenden kommerziellen Vorteil dar:

  1. Erweiterung über die traditionelle L-Band-ZF hinaus: Historisch gesehen nutzten Bodenantennen eine niedrige Zwischenfrequenz (ZF), das sogenannte L-Band (950 MHz – 2150 MHz), um eine massive Signaldämpfung über Koaxialkabel zu vermeiden. Durch den Wechsel zu RFoF können Betreiber die Beschränkungen des L-Bands umgehen. Eine 6-GHz-Breitband-Glasfaserverbindung ermöglicht es einer Antenne, große Spektrumsbereiche mit einer deutlich höheren ZF zu verarbeiten (die das S-Band, das C-Band oder weite Teile der verteilten Ku/Ka-Bänder umfassen), ohne in den überfüllten L-Band-Bereich herunterzumischen und K- und Ka-Signale auf ein 6-GHz-ZF-Signal umzuwandeln. [5, 8]
  2. Direkter C-Band-Uplink-Transport: Kommerzielle C-Band-Kommunikation arbeitet im Frequenzbereich von etwa 3.4 GHz bis 6.7 GHz. Da RFoF-Geräte problemlos bis 7 GHz reichen, können Betreiber native Signale routen.  C-Band-HF-Signale direkt vom Kontrollraum im Innenraum über Glasfaser zur Parabolantenne, ohne dass an der Antenne eine Frequenzumwandlung stattfindet. [1]

RFoF vs. Digitalisiert (Digital IF)

In modernen Satelliten-Teleport-Designs (z. B. 3GP) konkurriert 6 GHz RFoF direkt mit digitalisierten Architekturen (wie dem DIFI-Standard):

  • Der Leistungsvorteil: Analoges RFoF benötigt keine teuren, energieintensiven Hochgeschwindigkeits-Analog-Digital-Wandler (ADCs) an der Antenne. Es gibt kein Quantisierungsrauschen, keine Verarbeitungslatenz und es kann problemlos große momentane Bandbreiten verarbeiten. [10, 11]
  • Der Vorteil der Verwundbarkeit: Glasfaserkabel sind unempfindlich gegenüber lokalen Mobilfunk- oder elektrischen Störungen (EMI) und schützen so die hochauflösenden Satellitensignale vor Beeinträchtigungen auf dem Weg zu den Serverracks. [2] Sie ermöglichen redundante Pfade und Systeme, die sich nach einem Ausfall automatisch wiederherstellen können (mittels N+1-Redundanzarchitektur).
  • Der Kompromiss: RFoF ist immer noch ein Analog Signale innerhalb einer Glasfaserleitung unterliegen physikalischen Beeinträchtigungen wie Dispersion, Laserrauschen und optischen Reflexionen. Für eine effektive Nutzung ist eine spezielle Technologie erforderlich, die derzeit nicht für den Massenmarkt verfügbar ist. Digitalisierte Daten über Glasfaser hingegen können ohne Signalverlust global über Standard-IP-Netzwerk-Switches geleitet werden. [8, 10, 11, 12]

Hardwareanbieter wie [Name des Anbieters] stellen robuste, kommerziell erfolgreiche 6-GHz-Glasfaserverbindungen her, die speziell zum Ersatz der sperrigen Koaxialkabel aus Kupfer an Satelliten-Gateways entwickelt wurden. [4, 9, 12]

[0]. https://www.3gpp.org/

[1]. https://ja.sanlandtech.com

[2]. https://www.microwavejournal.com

[3]. https://thorbroadcast.com

[4]. https://rfoptic.com

[5]. https://dev-systemtechnik.com

[6]. https://thorbroadcast.com

8] https://www.microwavejournal.com

[10]. https://www.kratosspace.com

[11]. https://www.octanewireless.com

[12]. https://www.opticalzonu.com


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