eFiberSat

  • Glasfaserübertragung von 30 MHz bis 3 GHz zwischen Satcom-Modem und Außeneinheit (4 GHz und 6 GHz Bandbreite verfügbar)
  • -20 °C bis +60 °C Betriebstemperaturbereich
  • Außengerät mit Schutzart IP-67
  • 19-Zoll-1HE-Rack-Inneneinheit
  • 1310 nm, 1550 nm, CWDM-Wellenlängen
  • Hoher SFDR
  • Referenztaktverteilung mit niedrigem Phasenrauschen
  • Automatische optische Leistungssteuerung
  • Lokale LEDs und potentialfreie Alarme (Innengerät)
  • SSH-CLI, HTTP-Weboberfläche, grafische Benutzeroberfläche (GUI) für verwaltete RFoF-Systeme sowie SNMP v2 und v3 für die Fernüberwachung
  • Ungekühlte DFB-Laser
  • Laser entsprechen dem Emissionspegel der Klasse 1 gemäß den Standards CDRH und IEC-825 (EN 60825).
  • Integrierter +20 dB Sender LNA
  • Erweiterter Hochfrequenzbereich, 4,0, 6.0 GHz
  • Erweiterte Niederfrequenz, 10 kHz
  • Integriertes CWDM
  • LNB-Vorspannung 13 V, 13 V (22 kHz), 18 V, 18 V (22 kHz)
  • Verschiedene Architekturen für die Referenztaktverteilung
  • Hochleistungs-Bodenstation D2D (Direkt-zu-Gerät)
  • HF-Übertragung über Glasfaser
  • Teleport-HF-Signalverteilung
  • Antennen-Remoting
  • Maritime HF-Signalübertragung
  • Disaster Recovery
  • Öl- und Gasplattformen
  • TVRO
  • VSAT

Beschreibung

Bodenstations-D2D-Zuleitungen (Direkt-zum-Gerät) Es handelt sich dabei um leistungsstarke und robuste Verbindungen, die Satellitenbodenstationen (Gateways) mit dem übergeordneten terrestrischen Telekommunikationsnetz verbinden und so die Konnektivität zwischen Satelliten und Standard-Endgeräten ermöglichen. Im Kontext nicht-terrestrischer Netze (NTN) sind diese Verbindungen entscheidend für die Übertragung von Daten, Sprach- oder IoT-Informationen von LEO-Satelliten (Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn) zum Kernnetz. 

Das eFiberSat L/S-Band Satcom-Glasfasertransportsystem bietet eine einfache, kostengünstige und zuverlässige HF-Verbindung zwischen Satellitenantenne und Satcom-Modem, wenn Koaxialkabel unpraktisch sind oder zusätzliche Sicherheitsanforderungen bestehen. Die Glasfasersender sind mit linearen, ungekühlten und isolierten DFB-Laserdioden ausgestattet. Die Glasfaserempfänger verfügen über leistungsstarke InGaAs-Fotodioden. Der standardmäßige HF-Frequenzbereich mit hohem störungsfreiem Dynamikbereich (SFDR) liegt zwischen 30 und 3000 MHz. Optional kann der Frequenzbereich nach oben auf 6 GHz und/oder nach unten auf 10 kHz erweitert werden.

Eine einzelne eFiberSat-Glasfaserverbindung kann bis zu vier Uplinks und/oder Downlinks in beliebiger Kombination aufnehmen. eFiberSat nutzt Coarse Wavelength Division Multiplexing (CWDM), um alle HF-Signale zwischen der Inneneinheit (IDU) und der Außeneinheit (ODU) über eine einzige Glasfaser zu übertragen. Rauscharme Referenztakte können auf verschiedene Weise von Satcom-Modems oder Timing-Servern zu den Antennenelementen übertragen werden. Ein optionaler rauscharmer Sendervorverstärker gewährleistet ein gutes Signal-Rausch-Verhältnis (insbesondere bei Downlinks mit geringer Empfangsleistung) und hält das Signal im optimalen linearen Betriebsbereich der Glasfaserverbindung. Optional können Bias-T-Transistoren in die ODU-Sender integriert werden, um Antennen mit Strom zu versorgen und LNBs und BUCs zu steuern/vorzuspannen. Die HF-Anschlüsse der ODU bieten eine 13/18-V-Vorspannung (mit oder ohne 22 kHz).

Das eFiberSat-Transportsubsystem kann auf verschiedene Weise überwacht werden. Lokal liefern LEDs und potentialfreie Relaisalarme (IDU) Statusinformationen. Es gibt mehrere Möglichkeiten zur Fernüberwachung des Subsystems, darunter serielle oder SSH-Konsolenverbindungen sowie eine HTTP-Weboberfläche. Optical ZonuDie grafische Befehls- und Steuerungsschnittstelle von Managed RFoF unterstützt außerdem SNMP v2 und v3.

Die Standard-HF-Schnittstelle ist 50 Ω SMA (IDU) und 50 Ω N (ODU). Die ODU wird mit 12 V DC versorgt (-48 V optional). Die IDU kann mit Wechselstrom oder 48 V DC versorgt werden.

FAQ
 Für Satellitenkommunikations-Zuleitung (RFoF)

Was ist RF over Fiber (RFoF)? Und warum ist 6 GHz so wichtig?

6-GHz-RF over Fiber (RFoF) ist eine Signalübertragungsarchitektur, die analoge Hochfrequenzsignale über Glasfaserkabel anstatt über herkömmliche Koaxialkabel überträgt. Anstatt das Signal in digitale Datenpakete umzuwandeln, erhält RFoF die ursprüngliche analoge Wellenform und überträgt sie optisch zwischen Antenne und Endgerät. Dieser Ansatz vereint die Leistungsvorteile der Glasfasertechnik mit der Einfachheit der analogen HF-Übertragung. Die 6 GHz ermöglichen eine sehr hohe momentane Bandbreite, die mit aktuellen digitalen Systemen nicht erreicht werden kann.

Wie funktioniert RFoF?

In einem RFoF-System wird das analoge HF-Signal direkt an einen optischen Sender in Antennennähe angeschlossen. Ein hochlinearer Laser wandelt das elektrische HF-Signal in entsprechende Lichtintensitätsänderungen um. Das optische Signal wird anschließend über eine Singlemode-Faser zum Empfangsgerät übertragen, wo eine Fotodiode das Licht wieder in ein identisches analoges HF-Signal umwandelt. Da dieser Prozess für das Kommunikationsprotokoll transparent ist, bleiben die ursprünglichen Signaleigenschaften auf dem gesamten Übertragungsweg erhalten. Dadurch ist das System zukunftssicher und unterstützt Spread-Spectrum- und andere fortschrittliche Modulationsverfahren.

Wo wird 6 GHz RFoF üblicherweise eingesetzt?

6-GHz-RFoF findet breite Anwendung in Satellitenbodenstationen, Teleports, Gateway-Einrichtungen, Verteidigungskommunikationsnetzen und Telekommunikationsinfrastrukturen. Es ist besonders wertvoll in Anwendungen, bei denen die Übertragung von Signalen über große Entfernungen, hohe Bandbreite, geringe Latenz und hohe Signalqualität entscheidende Anforderungen stellen. Weltweit wird es bereits in großem Umfang kommerziell eingesetzt.

Warum wird Glasfaserkabel anstelle von Koaxialkabel verwendet?

Glasfaserkabel bieten im Vergleich zu Koaxialkabeln deutlich geringere Signalverluste über lange Distanzen. Dadurch können Betreiber Antennen wesentlich weiter entfernt von Geräten in Gebäuden platzieren, ohne die Signalqualität zu beeinträchtigen. Glasfaser ist zudem unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen und schützt so empfindliche Satelliten- und Telekommunikationssignale vor externen Störquellen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie können sich vorstellen, welche Vorteile dies in jeder missionskritischen Situation bietet, ob im kommerziellen oder militärischen Bereich.

Warum ist die Architektur für bis zu 6 GHz ausgelegt?

Der 6-GHz-Frequenzbereich bietet ein optimales Verhältnis zwischen Leistung, Flexibilität und den Anforderungen kommerzieller Anwendungen. Betreiber können damit deutlich größere Bandbreiten übertragen als mit herkömmlichen L-Band-Zwischenfrequenzsystemen und gleichzeitig ein breites Spektrum an Satelliten- und Telekommunikationsanwendungen unterstützen. Der Frequenzbereich ist zudem optimal auf den C-Band-Betrieb abgestimmt, sodass native HF-Signale direkt über Glasfaser übertragen werden können, ohne dass eine zusätzliche Frequenzumsetzung an der Antenne erforderlich ist.

Welche Vorteile bietet 6 GHz RFoF gegenüber herkömmlichen L-Band-Architekturen?

Herkömmliche Satellitenbodensysteme nutzen häufig Zwischenfrequenzen im L-Band, um Signalverluste in Koaxialkabeln zu minimieren. Dank der geringen Verluste von Glasfasern (RFoF) entfallen viele dieser Einschränkungen. Betreiber können so größere Spektrumsbereiche mit höheren Zwischenfrequenzen übertragen und dadurch mehr Flexibilität für moderne Satellitendienste mit hoher Kapazität bieten. Gleichzeitig werden die Einschränkungen der überlasteten L-Band-Infrastruktur reduziert.

Wie vergleicht sich RFoF mit digitalen Zwischenfrequenzarchitekturen (ZF)?

RFoF- und Digital-IF-Architekturen erfüllen ähnliche Transportanforderungen, verfolgen jedoch unterschiedliche Ansätze. RFoF erhält das Signal in seiner ursprünglichen analogen Form, während Digital-IF-Systeme das HF-Signal in digitale Daten für den Transport über IP-Netzwerke umwandeln. RFoF zeichnet sich durch seine Einfachheit, geringe Latenz und die Fähigkeit aus, große Bandbreiten ohne Hochgeschwindigkeits-Analog-Digital-Wandlung zu verarbeiten. Digital-IF-Systeme bieten hingegen oft mehr Flexibilität beim Routing und der Verteilung von Signalen über Standard-Netzwerkinfrastrukturen.

Welche Leistungsvorteile bietet RFoF?

Da RFoF das Signal als analoge Wellenform überträgt, entfällt die Notwendigkeit von Hochgeschwindigkeits-Analog-Digital-Wandlern an der Antenne. Es bietet eine höhere momentane Bandbreite mit größerem Dynamikbereich, eliminiert Quantisierungsrauschen und minimiert die Verarbeitungslatenz. RFoF-Systeme unterstützen zudem sehr große momentane Bandbreiten und eignen sich daher hervorragend für anspruchsvolle Satellitenkommunikations- und Telekommunikationsanwendungen. Die effektive Nutzung von RFoF erfordert jedoch ein spezielles Design, das derzeit nicht für den Massenmarkt produziert wird und nicht als Standardprodukt betrachtet werden sollte.

Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Probleme im Zusammenhang mit dieser Website haben oder Klicken Sie hier, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Nach oben scrollen